Fortbildungen 2012



Liebe Kollegin, lieber Kollege,


heute liegt Ihnen unser neues Fortbildungsprogramm vor. Es erscheint ab jetzt immer nach den Herbstferien und gilt für das gesamte folgende Jahr.
Da die inklusive Beschulung von sprachauffälligen Kindern und Jugendlichen nun immer mehr ein Teil unserer Arbeit sein wird, haben wir speziell nach Fortbildungen gesucht, die dieser Tatsache Rechnung tragen (siehe Titel 3).
In den vergangenen Jahren hat es sich gezeigt, dass eine Mitgliedschaft in der dgs-Hessen für Fortbildungsinteressierte im Sprachheilbereich besonders lohnenswert ist! Schon bei der Teilnahme an einer Fortbildung hat sich eine Mitgliedschaft bei der dgs bereits gelohnt: neben einer erheblichen Vergünstigung der Teilnahmegebühr erhalten Sie 4 mal im Jahr die Zeitschrift „Sprachheilpädagogik“ kostenlos zugesandt. Gerne dürfen Sie diese Information sowie unser Fortbildungsprogramm an Kolleginnen und Kollegen weitergeben.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der dgs-hessen-homepage unter dgs-hessen.de.
Aufgrund der großen Nachfrage nach unseren Fortbildungen bei begrenzter Kapazität der Räumlichkeiten, bitten wir Sie, die umseitig beschriebenen Anmeldemodalitäten genau einzuhalten. Wir sind immer bemüht, unsere Fortbildungen gleichermaßen in Nord-, Mittel- und Südhessen stattfinden zu lassen. Ab 2013 steht uns auch die neue Sprachheilschule in Gießen als Veranstaltungsort zur Verfügung.
Selbstverständlich sind wir für Anregungen und Kritik sowie Vorschläge für interessante Fortbildungen offen.
Schon jetzt wünschen wir Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012!
Herzliche Grüße
Eva Burkhardt, Claus Huber
Referat Fortbildung



1. Titel : Diagnostik und Förderung der Erzählfähigkeiten bei Kindern mit Spracherwerbsstörungen


Inhalt:
Erzählt wird im Alltag so häufig, dass wir es schon als selbstverständliche sprachliche Handlung hinnehmen. Genauer betrachtet handelt es sich beim Erzählen aber um eine komplexe, eigenständige Fähigkeit, die auch von Kindern mit einer normalen Sprachentwicklung nicht so leicht erworben wird. Für Kinder mit Spracherwerbsstörungen lassen sich hier besondere Schwierigkeiten vermuten.
Eine hohe Relevanz haben die Erzählfähigkeiten im Hinblick auf eine zuverlässige Einschätzung der Überwindung einer SSES, aber auch den erfolgreichen Erwerb der Lesefähigkeiten und schriftlichen Textproduktion.
Im ersten Teil werden Grundlagen zum interaktiven Erzählen und deren Erwerb vermittelt. Anhand von Videobeispielen werden Erzählfähigkeiten bei Kindern gezielt beobachtet.
Im zweiten Teil wird die Berücksichtigung von Vorläuferkompetenzen – hier vor allem die Spielentwicklung - für die gezielte Erzählförderung, insbesondere mit Kindern mit sprachlichen Auffälligkeiten verdeutlicht, da beide viele strukturelle Gemeinsamkeiten teilen. Dies wird an gemeinsamen praktischen Übungen veranschaulicht.
Ausgehend von den Besonderheiten in den Erzählfähigkeiten von Kindern mit SSES werden gemeinsam Möglichkeiten für die Förderung interaktiver Erzählfähigkeiten erarbeitet.

Die Referentin:
Dr. Anja Schröder, Erzieherin und Sprachheilpädagogin, ist seit 2002 Mitarbeiterin im Sprachtherapeutischen Ambulatorium im Zentrum für Beratung und Therapie der Universität Dortmund. Arbeitsschwerpunkte sind Therapie von Kindern mit Mutismus, Aussprache- und Sprachentwicklungsstörungen. Von 2005 – 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrgebietes Rehabilitation und Pädagogik bei Sprach-, Kommunikations- und Hörstörungen der Universität Dortmund. Seit 2008 akademische Rätin an der PH Heidelberg im Fach Sprachbehindertenpädagogik, 2010 Promotion mit dem Forschungsschwerpunkt Erzählfähigkeiten bei Kindern mit SES.
Seit September 2011 Lehrerin an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache, Gelsenkirchen.

Termin: Samstag, 11.02.2012, 10.00 - 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: Herderschule, Darmstadt
Teilnehmerzahl: max.30, mind. 10 Personen
Teilnahmegebühr: dgs-Mitglieder 25.00 € Nichtmitglieder 75.00 € Studenten/LIV: 50% Ermäßigung


2. Titel : LRS und Schriftspracherwerb: Schriftspracherwerb und Schwierigkeiten mit der mündlichen Sprache (Wdh.-Veranstaltung)
-im Anschluss: Mitgliederversammlung


Inhalt: Diese Veranstaltung befasst sich mit 4 Bausteinen:

1. LRS, Legasthenie, Wortblindheit, Lese-Rechtschreibschwäche oder Lese- und Schreibschwäche? Vielfältige Begriffe für vielfältige Erscheinungen.
Ausgehend von einer historisch- systematischen Sicht des Begriffs Legasthenie werden Konsequenzen für das Lehren und Lernen der Schriftsprache, auch für Kinder mit Sprachförderbedarf, gezogen.

2. Vorläuferfertigkeiten oder Einsicht in den Aufbau von Schrift? Wird der Schrifterwerb als Aneignung von Teilleistungen verstanden, so müssen diese gestärkt und gefördert werden. Demgegenüber schaut die Didaktik auf die Seite der Lernenden, welche sich auf unterschiedlichen Stufen der Schrift befinden. Welche Konsequenzen sich hieraus für das Lehren und Lernen ergeben, auch für Kinder mit Sprachförderbedarf, ist Gegenstand dieser Einheit.

3. Aufsatzerziehung oder Verfassen von Texten?
In den Bildungsplänen ist das Schreiben um die Bedeutung des Verfassens von Texten erweitert. Texte zu schreiben ist die komplexeste (schrift-)sprachliche Anforderung, weil alle anderen sprachlichen Fähigkeiten integriert werden müssen. Schreiber/innen müssen u. a. lernen, ihre Texte zu erarbeiten und zu überarbeiten. Welche Konsequenzen sich aus dieser Sicht für das Lehren und Lernen ergeben, auch für Schüler/innen mit Sprachförderbedarf, wird anhand von Sachtexten aufgezeigt.

4. Leseförderung oder literarische Bildung:
Gerade Kinder/Jugendliche mit Sprachförderbedarf benötigen nicht nur interessante Inhalte, die sie zum Lesen motivieren, sondern auch eine Unterstützung beim Erwerb von Lesetaktiken und beim Leseverstehen. Es werden motivierende Texte vorgestellt und Vorteile und Grenzen von „Lautlese-Verfahren“ dargestellt.

Die Referentin:
Dr. phil. habil. Prof’in Dr. Iris Füssenich ist seit 1987 Professorin für den Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation an der Fakultät für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg/Reutlingen. Neben vielen Forschungsprojekten zu Schwerpunkten wie Frühförderung, Analphabetismus, Schriftspracherwerb, arbeitet sie als Dozentin für Alphabetisierungskurse und machte Sprachtherapeutische Betreuung von Kindern einer Obdachlosensiedlung.

Termin: Samstag, 05.05.2012, 9.30 - 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: Herderschule, Darmstadt
Teilnehmerzahl: max. 40, mind. 10 Personen
Teilnahmegebühr: dgs-Mitglieder 25.00 € Nichtmitglieder 75.00 €
Studenten/LIV: 50% Ermäßigung


3. Titel : Bausteine sprachheilpädagogischen Unterrichts


Inhalt:
An Hand des Münchener Modells wird deutlich, was einen sprachheilpädagogischen Unterricht auszeichnet: Die Lehrkraft muss bei der Unterrichtsplanung alle Dimensionen des Unterrichts (Ziele, Inhalte, Methoden, Medien, Organisations- und Interaktionsformen) mit Blick auf das Primat der Sprachlernprozesse reflektieren.
Neben einer kurzen Einführung in das Konzept werden Möglichkeiten der Sprachdiagnostik im Unterricht aufgezeigt. Schwerpunkt der Veranstaltung ist es dann, mit Hilfe von Video- und Materialbeispielen einen sprachheilpädagogischen Methodenpool zur Lehrersprache und zum Wortschatz zusammenzutragen. Die Teilnehmer/innen lernen störungsübergreifende Methoden zur Lehrersprache und störungsspezifische Methoden zum Wortschatz kennen.
Konkrete Beispiele und Ideen aus dem Unterrichtsalltag in verschiedenen Unterrichtsfächern runden die Fortbildung ab.

Die Referentin:
Dr. Karin Reber, Sprachheilpädagogin M.A., Sonderschul- lehrerin für Sprachheilpädagogik und Informatik, ist derzeit tätig als Akademische Rätin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Promotion 2006 zum Thema „Prävention von Lese- und Rechtschreibstörungen im Unterricht“.
Zentrale Publikationen:
Reber, K./Schönauer-Schneider, W. (2009): Bausteine sprachheilpädagogischen Unterrichts. Ernst Reinhardt Verlag, München/Basel.
Reber, K. (2009): Prävention von Lese- und Rechtschreib- störungen im Unterricht. Systematischer Schriftspracherwerb von Anfang an. Ernst Reinhardt Verlag, München/Basel. (Dissertation an der LMU München)

Termin: Samstag, 08.09.2012, 9.00 - 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: Wilhelm-Lückert-Schule, Kassel
Teilnehmerzahl: max.35, mind. 10 Personen
Teilnahmegebühr: dgs-Mitglieder 25.00 € Nichtmitglieder 75.00 €
Studenten/LIV: 50% Ermäßigung

und

Termin: Samstag, 06.10.2012, 9.00 - 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: Herderschule, Darmstadt
Teilnehmerzahl: max. 40, mind. 10 Personen
Teilnahmegebühr: dgs-Mitglieder 25.00 € Nichtmitglieder 75.00 €
Studenten/LIV: 50% Ermäßigung


4. Titel : Therapie semantisch-lexikalischer Störungen im Kindergarten- und Grundschulalter


Inhalt:
Semantisch-lexikalische Störungen sind durch Auffälligkeiten in der Sprachverwendung, wie z.B. plötzliche Themenabbrüche und/ oder durch Schwierigkeiten beim Wortabruf, wie z.B. Umschreibungen, gekennzeichnet. Diese linguistische Domäne ist ein häufiges Handlungsfeld in der Therapie von Vorschul- und Grundschulkindern. Anhand konkret-praktischer Beispiele werden den Teilnehmern Übungsmöglichkeiten zum Sprachverständnis, zu verschiedenen Wortarten, zu semantischen Relationen und zum Aufbau narrativer Strukturen aufgezeigt.

Die Referentin:
Dr. Elisabeth Wildegger-Lack arbeitet als akademische Sprachtherapeutin in eigener Praxis. Sie ist Sprachheilpädagogin, war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität München und ist langjährig in der Fortbildung aktiv zu den Themen „Kindliche Sprachentwicklungsstörungen“ und „Spezielle Spiele in der Sprachtherapie“.

Termin: Samstag, 24.11.2012, 11.00 - 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: Wilhelm-Lückert-Schule, Kassel
Teilnehmerzahl: max. 30, mind. 10 Personen
Teilnahmegebühr: dgs-Mitglieder 25.00 € Nichtmitglieder 75.00 €
Studenten/LIV: 50% Ermäßigung


Veranstaltungsorte:


Herderschule                    
Am Kapellberg 1
64285 Darmstadt
Tel.: 06151 / 2786530

Wilhelm-Lückert-Schule        
Gräfestr. 8
34121 Kassel                        
Tel.: 0561 / 22337


Teilnahmebedingungen


Die Anmeldung erfolgt bevorzugt per E-mail, ist jedoch auch auf dem Postweg möglich.
Sie erhalten eine Zusage per E-mail (oder telefonisch) mit der Bitte um Überweisung der Teilnahmegebühr innerhalb von 2 Wochen.
Erst mit dieser Zusage und anschließender Überweisung ist ihre Teilnahme verbindlich!

Anmeldung an:
Eva Burkhardt
E-Mail: e.burkhardt@dgs-hessen.de


Bankverbindung:
Claus Huber, Sparkasse Darmstadt Kto: 716448, BLZ: 50850150
Der Verwendungszweck ist der Titel der Fortbildung und bei Titel 3 zusätzlich Datum


Anmeldung


Bei der Anmeldung benötigen wir folgende Daten:

Titel (und bei Titel 3 zusätzlich Datum) der gewünschten Fortbildung
Name, Vorname,
Straße, PLZ/Ort
Tel., E-Mail,
Tätigkeitsbereich,  
Mitglied der dgs-Landesgruppe Hessen
Student/in (Kopie Studienbescheinigung)
verbindliche Anmeldung
Erklärung über Einverständnis mit der Weitergabe der Anschrift an weitere Teilnehmer/ innen zwecks Fahrgemeinschaften
Ort,Datum
Unterschrift

Ein Formblatt zur weiteren Bearbeitung am PC (WORD) oder zum Ausdrucken finden Sie hier.

Eva Burkhardt, Claus Huber
Referat Fortbildung


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Flyer zum Download


Das komplette Programm als Flyer zum Ausdruck gibts hier:

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